Gebührenerhebungspflicht
Die Notarinnen und Notare sind nach § 17 Abs. 1 Satz 1 der Bundesnotarordnung verpflichtet, für ihre Tätigkeit die im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) vorgeschriebenen Gebühren und Auslagen zu erheben - nicht mehr und nicht weniger. Vereinbarungen über die Höhe der Kosten sind unwirksam, soweit sich aus § 126 GNotKG nichts anderes ergibt. Regelmäßige Geschäftsprüfungen durch den Präsidenten des Landgerichts Leipzig bzw. die Ländernotarkasse mit Sitz in Leipzig, erstrecken sich auch auf die ordnungsgemäße Gebührenerhebung und Kostenvollstreckung, falls erforderlich.

Soziales Gebührensystem
Das Notarkostenrecht ist mit dem 01.08.2013 durch das Inkrafttreten des GNotKG insgesamt transparenter und leistungsorientierter geworden. Die Gebühren- und Auslagentatbestände sind übersichtlich in einem Kostenverzeichnis dargestellt und an den Aufbau der übrigen Kostengesetze angeglichen worden. Das GNotKG enthält anders als die bisherige Kostenordnung (KostO) eigens für Notare und die Besonderheiten des Beurkundungsverfahrens geltende Vorschriften. Sämtliche Kostentatbestände sind nunmehr abschließend definiert. Der Rechtssuchende kann sich daher darauf verlassen, dass nur für die ausdrücklich im Kostenverzeichnis genannten Tätigkeiten Gebühren erhoben werden. Gemäß § 134 Abs. 2 GNotKG werden für notarielle Verfahren oder Geschäfte, für die ein Auftrag vor dem 01.08.2013 erteilt worden ist, die Kosten nach bisherigem Recht (KostO) erhoben.
Die Anpassung der Notargebühren ist mit Augenmaß erfolgt und liegt deutlich unterhalb der Gebührensteigerung bei den Gerichten. Das schon bisher soziale Gefüge der Wertgebühr wurde nicht beeinträchtigt, so dass nach wie vor jeder, unabhängig von seinem Einkommen und Vermögen, Zugang zu notariellen Leistungen hat.

Beratung inklusive
Das notarielle Kostenrecht hat einen weiteren Vorteil für Sie: Soweit das Kostenverzeichnis nicht etwas anderes ausweist, ist unsere Beratung einschließlich der Entwurfstätigkeit in der Gebühr für das Verfahren bzw. Geschäft enthalten, unabhängig von der Schwierigkeit oder der Anzahl der Besprechungstermine.

Günstig
Eine Harvard-Studie aus dem Jahr 2007 zur Kostenstruktur, Qualität und Effizienz typischer Grundstückstransaktionen in Deutschland, Frankreich, England, Schweden, Estland und den Vereinigten Staaten hat ergeben: Wir Notare in Deutschland gewährleisten nicht nur in hohem Maße Rechtssicherheit, sondern sind im internationalen Vergleich auch sehr günstig. Dies gilt auch nach der Anpassung durch das GNotKG.
   
 

 

 

     
   
ImpressumDatenschutzKontaktStellenangeboteSitemap © 2016 Hans-Jörg Jarke